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By Inga Römer

Die vorliegende Studie untersucht das Zeitdenken von Husserl, Heidegger und Ricoeur in philosophiehistorischer, systematischer und methodologischer Hinsicht. Damit liefert sie zugleich eine Übersicht über die Zeitproblematik in der Phänomenologie als deren wichtigste Autoren Husserl, Heidegger und zuletzt auch Ricoeur gelten können. Den besonderen Gesichtspunkt der Studie bilden die drei von Ricoeur in Zeit und Erzählungbehaupteten Aporien der Zeit, welche die Vereinbarkeit von ‚subjektiver’ und ‚objektiver’ Zeit, die Einheit der Zeit sowie die Unerforschlichkeit der Zeit betreffen.

Der erste Teil untersucht Husserls Zeitdenken in den frühen Zeitvorlesungen, den Bernauer Manuskripten und den C-Manuskripten. Der zweite Teil führt eine Auseinandersetzung mit dem Zeitdenken insbesondere des frühen Heidegger, thematisiert jedoch auch die Entwicklung des Zeitverständnisses in Heideggers späteren Schriften. Der dritte Teil enthält eine umfassende Darstellung des Zeitdenkens von Ricoeur, die zugleich eine systematische Einheit in seinem Spätwerk aufweist.

Die philosophiehistorische Untersuchung der Phänomenologie der Zeit unter dem systematischen Leitfaden der Zeitaporien zeichnet zudem die Entwicklung der phänomenologischen Methode nach, die von einer ‚reinen’ Phänomenologie über eine hermeneutische bis hin zu einer kritisch-hermeneutischen Phänomenologie reicht.

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Vorbemerkung Wo in den folgenden Manuskriptbeschreibungen nichts anderes vermerkt ist, handelt es sich immer um in Tinte geschriebene Stenogramme (Gabels berger procedure) auf Blattern vom structure ZI,5 X I7 cm. In den Textkritischen Anmerkungen finden folgende Abkurzungen Ver wendung: Bl. = Blatt; Ein/. = Einfugung (Zusatz, fur den vom Ver/.

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Critical Concepts in Philosophy. London/New York: Routledge 004, 56–89, hier 57). 44 Die phänomenologisch im Ausgang von der Konstitutionstätigkeit des Bewusstseins zu klärende Transzendenz der objektiven Zeit, so Husserl in einer impliziten Kantkritik, meint nicht „Raum und Wirklichkeit in einem mystischen Sinne, als ‚Ding an sich‘, sondern gerade de[n] phänomenale[n] Raum, die phänomenale raum-zeitliche Wirklichkeit, die erscheinende Raumgestalt, die erscheinende Zeitgestalt“ (ZB, 370). Objektive Zeit kann immer nur als Gegenstand für das reine Bewusstsein, als „gemeinte, vorgestellte, angeschaute, begrifflich gedachte“ Wirklichkeit zum Thema werden.

Hg. und eingeleitet von Roderick Chisholm und Stephan Körner. Hamburg: Meiner Verlag 1976 (= Philosophische Bibliothek. Bd. 93). Die Herausgeber merken an, dass Brentano seine frühe Zeitauffassung, die Husserl kritisiert, schon 1894 als unhaltbar betrachtet hatte, Husserl den späten Zeitbegriff Brentanos aber nicht erwähnt (vgl. Chisholm, Roderick/Körner, Stephan: Einleitung der Herausgeber, in: Brentano, Franz: Philosophische Untersuchungen zu Raum, Zeit und Kontinuum, a. a. , VIII–XXXIV, hier XXVII).

ZB, 368 f. Brentanos Zeitanalysen wurden 1976 postum anhand von Manuskripten veröffentlicht. Vgl. Brentano, Franz: Philosophische Untersuchungen zu Raum, Zeit und Kontinuum. Hg. und eingeleitet von Roderick Chisholm und Stephan Körner. Hamburg: Meiner Verlag 1976 (= Philosophische Bibliothek. Bd. 93). Die Herausgeber merken an, dass Brentano seine frühe Zeitauffassung, die Husserl kritisiert, schon 1894 als unhaltbar betrachtet hatte, Husserl den späten Zeitbegriff Brentanos aber nicht erwähnt (vgl.

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